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Ein Aufruf zum Widerstand!

Wir als Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen stimmen nicht mit dem seit Herbst 2014 von der EU-Kommission verbreiteten Standpunkt überein, wonach vor allem kleine und mittlere Unternehmen zu den Profiteuren des Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) zählen würden. Vielmehr sind wir der festen Überzeugung, dass gerade KMU, die einen Großteil der österreichischen Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern, aufgrund einer radikalen Öffnung des Marktes für international agierende Unternehmen massiv unter den Folgen des Abkommens leiden würden. Über neun Zehntel der österreichischen Wirtschaft beteiligen sich nicht am atlantischen Handel, eine Schwächung des europäischen Handelsraums zugunsten des Handels mit den USA würde schwerwiegende negative Auswirkungen auf das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft haben.

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Das hohe Niveau europäischer Sozial- und Umweltstandards sowie demokratischer Mitbestimmung darf durch TTIP nicht den Interessen einzelner Konzerne beiderseits des Atlantiks geopfert werden.  Vertragsbestandteile wie der Investorenschutz, die weitere Öffnung der öffentlichen Auftragsvergabe v.a. auch von Gemeinden und die Angleichung hart erarbeiteter Umwelt- und Sozialgesetzgebung lassen aber gerade diese Bevorzugung von Konzernen und eine starke Benachteiligung der KMU erwarten.
Erfahrungen mit anderen Freihandelsabkommen bestätigen diese Befürchtungen. Während die EU-Kommission lediglich Daten und Fakten über die propagierten Vorteile vorwiegend für jene KMU veröffentlicht, die bereits in die USA oder nach Kanada exportieren, werden die möglichen negativen Auswirkungen für den Großteil der auf den europäischen Markt konzentrierten KMU weder thematisiert noch erhoben. Die generelle Intransparenz rund um die Verhandlungen und die zaghafte Veröffentlichung von wenigen Dokumenten aufgrund massiven Widerstands in der Bevölkerung widersprechen demokratischen Grundprinzipien.

Wir als österreichische Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe fordern die österreichische Bundesregierung, den Nationalrat und das EU-Parlament daher auf, die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP sofort zu stoppen.

Im Gegensatz zu einer Handelspolitik, die soziale und ökologische Schutzmaßnahmen dem bedingungslosen Drang nach Wachstum und Unternehmensgewinnen unterordnet, setzen wir uns für eine demokratisch kontrollierte Handels- und Investitionspolitik ein.
Produkte müssen auf der ganzen Welt unter fairen Arbeitsbedingungen und möglichst ohne schädliche Umweltauswirkungen hergestellt werden. Ein „Code of Product“, der unmenschliche Arbeitsbedingungen und ökologische Missstände ausschließt, sowie Kostenwahrheit rund um die eingesetzten Rohstoffe und die CO2-Intensität des Transports sind unverzichtbar.
Handel soll durch den Austausch von Erzeugnissen und Fähigkeiten dem Wohlergehen aller Regionen dienen, ihre kulturellen und ökologischen Unterschiede wertschätzen und sie nicht in einen ruinösen Wettbewerb drängen, der zu menschenfeindlichen und umweltschädlichen Produktionsbedingungen führt.

Handeln Sie JETZT – und unterschreiben Sie diese Initiative!

Wir möchten all jenen Unternehmerinnen und Unternehmern eine Stimme geben, die, so wie viele Menschen in Österreich, der EU und auch in den USA, diese Art von Handelsabkommen ablehnen.

Unser Ziel ist es, bis Ende Oktober 2015 möglichst viele Unterschriften von Unternehmen zu sammeln und diese dann der österreichischen Bundesregierung, dem österreichischen Nationalrat und dem EU-Parlament zu übergeben.

Sie sind keine Unternehmerin/kein Unternehmer und möchten dennoch Ihre Stimme gegen TTIP erheben? Auf www.ttip-stoppen.at finden Sie die aktuellen Informationen und Aktionen dazu.

>> Hier finden Sie mehr Informationen darüber, warum TTIP 99% der Unternehmen schadet.


Jetzt als Unternehmen unterzeichnen



Sie sind eine Privatperson?

Sie sind Bauer/Bäuerin?

Sie sind aus Deutschland?
Bitte informieren Sie mich über den Fortgang dieser und weiterer Aktionen.


* Diese Daten werden in der Kategorie "UnterstützerInnen" öffentlich gemacht.


InitiatorInnen

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Göttin des Glücks

Wir brauchen den Mut der Politik zu Gesetzen, die unfaires Unternehmertum erschweren und faires Unternehmertum unterstützen. Denn wenn wir es ernst meinen mit der Nachhaltigkeit und unseren Kindern eine (über)lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten geben möchten, dann müssen wir Ökonomie SOFORT neu denken: nicht nur in Zahlen, sondern auch in ökologischen, sozialen und ethischen Komponenten. TTIP lässt das genaue Gegenteil vermuten, nämlich Bevorzugung der globalen Weltkonzerne, ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl, verhandelt hinter verschlossenen Türen. Daher ist TTIP für uns als KMU klar abzulehnen.

Lisa Muhr und Igor Sapic, Göttin des Glücks

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gugler

Mein Eindruck ist, dass immer mehr und öfter Großkonzerne durch Lobbying die demokratische Gesetzgebung unterwandern und sich damit Vorteile verschaffen, die für KMU von Schaden sind. Zum Beispiel Gewinne in Steueroasen zu verschieben. Umgekehrt werden wir KMU immer mehr ausgequetscht - durch immer höhere Abgabenbelastungen und unsinnige Gesetze. Ich möchte daher, dass die TIPP-Verhandlungen ganz offen geführt oder sofort gestoppt werden.

Ernst Gugler, Geschäftsführer gugler GmbH

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JMB Fashion Team

Die Europäische Union ist gerade dabei, etwas geschichtlich Einzigartiges zu schaffen. Gerade unsere Sozial- und Umweltstandards sind Vorbild für die ganze Welt. Diese Vorreiterrolle würde durch TTIP gefährdet werden.

Gert Rücker, JMB Fashion Team

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Plass Grafik

Vor dem Hintergrund von Klimawandel und Rohstoff-Engpässen besteht die wirtschaftliche Herausforderung der kommenden Jahrzehnte nicht darin, die weltweiten – teils bereits vollkommen sinnlosen – Warenströme weiter anzukurbeln, sondern die Regionen widerstandsfähig zu machen und ihren Selbstversorgunggrad zu steigern. TTIP liefert keinen Beitrag zu dieser notwendigen Entwicklung. Ökologische, soziale und rechtliche Errungenschaften für mehr Freihandel aufs Spiel zu setzen, ist deshalb ein vollkommen falsches Konzept!

Volker Plass, Plass Grafik

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Schachinger Logistik

Schachinger Logistik als mittelständischer Betrieb mit Schwerpunkt Österreich und CEE erwartet sich keine nennenswerten positiven Folgen der Freihandelsabkommen CETA und TTIP auf die Gesellschaft sowie auf die eigene Geschäftstätigkeit.
Die fehlende Information und Transparenz rund um die Verhandlungen und zweifelhafte Vertragsbestandteile wie der Investorenschutz lassen sogar negative Folgen für die Menschen und die Umwelt in Europa erwarten. TTIP fördert die zunehmende Erosion der sozialen und ökologischen Gesetzgebung. Das ist ein schlechter Tausch für das nicht bewiesene Versprechen eines mickrigen Wirtschaftswachstums.

Max Schachinger, Schachinger Logistik

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SONNENTOR

Grundsätzlich ist partnerschaftliche Zusammenarbeit unser Ziel. Wir brauchen freien Handel, freie Menschen, freie Natur und freie Demokratien.‎ Wir wollen keine gierigen‎ Konzerne. Wir wollen, dass gemeinsam die FREUDE wächst und für alle die SONNE scheint.

Johannes Gutmann, Geschäftsführer SONNENTOR

UnterstützerInnen